Setzt ihr Pestizide ein?

Setzt ihr Pestizide ein?

Wir möchten, dass unsere Früchte bei unseren Kunden so gut schmecken, als wären sie gerade frisch gepflückt. Deshalb haben wir – von der Aussaat bis zur Lieferung in den Supermarkt – sehr strenge Qualitätsrichtlinien. So richten sich unsere Anbauer auch danach, so naturbelassen wie möglich anzubauen. Regelmäßig beschneiden wir Bäume und Pflanzen und dünnen sie per Hand aus. So bekommen die Pflanzen ausreichend Licht und Luft.

Dies ist wichtig für eine lange Lebensdauer der Pflanze, ihre Gesundheit und damit die Abwehr von Krankheiten – und natürlich auch für prächtige, aromatische Früchte (traditionelle mechanische Methode). Ein Mix aus trockenem und feuchtem Wetter ist die beste Grundlage für gesunde und widerstandsfähige Bäume und Sträucher, die so einen natürlichen Schutz gegen viele Schädlinge und Krankheiten entwickeln. Natürlich haben wir nicht immer dieses ideale Wetter. Dürreperioden oder auch Starkregen und zu hohe Luftfeuchtigkeit können die Pflanzen strapazieren, schwächen und anfällig für Schädlinge und Krankheiten machen.

Sind die Pflanzen aber kräftig und werden von Schädlingen befallen, setzen wir natürliche Fressfeinde ein (biologische Methode). Bei einem stärkeren Befall hängen wir auch Farbfallen, Massenfangfallen oder Pheromonfallen (Duftfallen) in die Bäume, um die Schädlinge zu minimieren (biochemische Methode).

Oft reicht dies dann aus, um die Pflanzen zu retten, auch wenn wir hierbei immer Ernteausfälle mit einrechnen müssen, die wir bis zu einem gewissen Grad auch in Kauf nehmen, um Chemie vermeiden zu können.

Wenn es gar nicht mehr anders geht, die möglichen Ernteausfälle zu groß werden, die Pflanzen bzw. die ganze Plantage sowie die Existenz unserer Anbauer und Mitarbeiter bedroht ist und die biologischen wie auch die biochemischen Methoden nicht geholfen haben, setzen wir Chemie ein (chemische Methode).Dieser Einsatz wird aber nur auf der Basis von ökonomisch und ökologisch vertretbaren Schwellenwerten vorgenommen. SanLucar Meisteranbauer wägen den Einsatz von chemischen Mitteln nach sehr strengen Kriterien ab. Gemeinsam mit den Qualitätstechnikern der Meisteranbauer kontrollieren wir den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Mit der Zeit verflüchtigen sich die chemischen Rückstände. Bevor wir ernten, prüfen wir unsere Früchte darauf, ob noch eventuelle Rückstände da sind, und nur wenn diese unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten liegen, darf geerntet werden. Unsere Früchte wurden auch schon mehrfach von bekannten Verbraucherschutz-Organisationen wie ÖKO-TEST mit »sehr gut« ausgezeichnet. Diese Form des integrierten, ökologischen Anbaus schont die Umwelt und schafft beste Wachstumsbedingungen für unsere Früchte, da-mit diese den besten Geschmack und viele gute Nährstoffe haben.

2 Kommentare

  1. vanessa Antwort

    hallo liebes san lucar team,
    welche chemischen mittel werden bei ihnen im betrieb verwendet?
    und was heißt „mit der zeit verflüchtigen sich die chemischen rückstände „.
    normalerweise ist es so: einmal chemisch gedüngt, nimmt die frucht diese mittel leider auf!??
    vielen dank schon mal für ihre antwort.
    vanessa

    1. Carlotta Fassbender Antwort

      Liebe Vanessa,
      vielen Dank für deine Nachricht.
      Wir freuen uns ja immer sehr, von unseren Kunden zu hören, denn nur so erfahren wir, was sie beschäftigt und bewegt, und ob wir uns vielleicht verbessern müssen.

      Es ist tatsächlich so, dass sich Pflanzenschutzmittel wieder abbauen. Alle diese Mittel haben unterschiedliche Abbauzeiten bzw. so genannte Karenzzeiten. Deshalb hat die EU gesetzlich genau festgelegt, wann im Verlauf der Erntesaison diese Mittel eingesetzt werden dürfen. Werden diese Zeitpunkte genau eingehalten, sind auf den Früchten zum Erntezeitpunkt keine Rückstände mehr zu finden. Wenn zum Beispiel ein Pflanzenschutzmittel eine Karenzzeit von dreißig Tagen hat, dann müssen nach dem Einsatz dieses Mittels 30 Tage vergehen, bevor die Früchte geerntet werden dürfen.
      Die meisten Rückstände, die in den Früchten nachgewiesen werden können, stammen von Herbiziden gegen „Unkraut“ oder von Düngemitteln durch eine Überdüngung.

      Wir von SanLucar möchten, dass unsere Früchte bei unseren Kunden noch genauso frisch und köstlich schmecken w ie gerade frisch vom Feld gepflückt. Deshalb haben wir von der Aussaat bis zur Auslieferung in den Supermarkt sehr strenge Qualitätsrichtlinien. Unser Obst und Gemüse wird so naturbelassen wie möglich angebaut. Das heißt, dass z.B. bei einem Schädlingsbefall zunächst natürliche Fressfeinde, wie z.B. Schlupfwespen, Spinnen oder Marienkäfer zum Einsatz kommen. Es kann aber auch sein, dass wir biologische Mittel verwenden oder auch Duft- und Farbfallen in die Bäume hängen.

      Nur im äußersten Notfall, wenn die Pflanze oder schlimmer noch die ganze Plantage in Gefahr sind, setzen wir chemische Pflanzenschutzmittel ein – aber nur in streng festgelegten Mindestmengen. Vor dem Pflücken prüfen wir unsere Früchte auf Rückstände und nur, wenn diese ganz abgebaut sind, beginnen wir mit der Ernte. Zusätzlich werden unsere Früchte jährlich von unabhängigen Instituten kontrolliert. So hat die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest sie auch schon mehrfach ausgezeichnet.

      Darüber hinaus haben wir eine „Unkraut“-Vernichtung mit Herbiziden längst eingestellt.

      Du brauchst dir also bei unseren leckeren Früchten keine Sorgen wegen etwaiger Pestizide machen und kannst sie bedenkenlos vernaschen.

      Sonnige Grüße
      dein SanLucar Team

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