Von Nora Zeller

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Der erste Azubi bei SanLucar

Von Nora Zeller

Seit September 2017 ist die 20-jährige Heike Grol aus Norddeutschland Vertriebs-Azubi bei SanLucar und damit die erste, die in diesem Unternehmen eine duale Ausbildung absolviert. Bevor sie sich zur nächsten Schulperiode nach Madrid aufmacht, schildert sie uns ihre Erfahrungen.

Warum hast du dich für eine duale Ausbildung entschieden?

Ich liebe es, in anderen Ländern zu leben und andere Sprachen zu sprechen. Daher wollte ich nach der Sekundarstufe ins Ausland gehen. Mein Lehrer erzählte mir von der deutschen dualen Berufsausbildung FEDA (Formación Empresarial Dual Alemana) in Spanien. Dieses Programm bietet beiden Seiten Vorteile: den Azubis, weil ihnen eine Kombination aus Theorie und Praxis vermittelt wird und nicht nur abstrakte theoretische Kenntnisse, und den Unternehmen, weil sie ihre zukünftigen Mitarbeiter nach ihren eigenen Bedürfnissen ausbilden können. Das Ziel ist nämlich, dass die Azubis nach Abschluss ihrer Ausbildung weiter bei den Unternehmen arbeiten. Für mich ist die duale Ausbildung die perfekte Gelegenheit, meine Sprachen zu verbessern und bei der Arbeit in einem internationalen Unternehmen meine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse zu vertiefen.

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Warum SanLucar?

Also, bei diesem Programm kann man sich nicht direkt bei den Unternehmen bewerben. Du schickst eine allgemeine Bewerbung, und die FEDA leitet sie an die teilnehmenden Unternehmen weiter. Wenn die Unternehmen an dir interessiert sind, setzen sie sich mit dir in Verbindung. Bei mir war es so, dass ich von mehreren Unternehmen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. Aber von Anfang an hat mir SanLucar am besten gefallen. Ich bin sehr beeindruckt von der Geschichte dieses jungen, multinationalen Unternehmens, das erfolgreich seine eigene Marke für Obst und Gemüse aufgebaut hat. Außerdem identifiziere ich mich mit den Produkten und der Unternehmensphilosophie.

Wie ist die duale Ausbildung aufgebaut?

Die Ausbildung dauert 2 Jahre. Man erhält einen Plan mit den vorgesehenen Schul- und Betriebsperioden: 65 % der Zeit verbringt man im Ausbildungsbetrieb und 35 % in der Berufsschule. Die einzelnen Perioden sind unterschiedlich lang: Ich zum Beispiel habe mit 6 Wochen Berufsschule angefangen, dann 12 Wochen im Betrieb gearbeitet, und jetzt verbringe ich wieder 5 Wochen in Madrid. Während meiner Zeit im Betrieb arbeite ich in verschiedenen Abteilungen, um die unterschiedlichen Tätigkeiten zu erlernen. Ich habe im Backoffice angefangen, aber meine Ausbildung ist vor allem auf die Vertriebsabteilungen ausgerichtet.

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Was sind dabei die größten Schwierigkeiten?

Am Anfang natürlich vor allem die Sprache! Und die Suche nach eine Unterkunft war etwas problematisch, weil sich die Berufsschule in Madrid und der Betrieb in Valencia befindet. Die meisten Lehrlinge, die in Madrid zur Schule gehen, arbeiten auch dort.

Welche Erfahrungen hast du bis jetzt gemacht?

Nur gute! Bei SanLucar fühle ich mich sehr wohl. Alle sind sehr freundlich, offen und hilfsbereit. Mir macht es viel Spaß, mich in drei Sprachen zu verständigen, und es herrscht ein sehr nettes Arbeitsklima. Es ist wie in einer großen Familie! Ich möchte noch viel mehr lernen und bald meine ersten Erfahrungen im Vertrieb machen. Ich freue mich sehr, dass ich meine Ausbildung in diesem Unternehmen machen kann und dass sich alle, besonders die Personalabteilung, so sehr für dieses Projekt engagieren. Für die ganze Unterstützung bin ich sehr, sehr dankbar.

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